- Artikel-Nr.: 997685
Sorry, Deutschland – immer die anderen
Deutschland ist ein Land mit klaren Vorstellungen davon, wie man sich benehmen sollte. Vor allem darüber, wie sich die anderen benehmen sollten.
Man grüßt nicht mehr, drängelt sich an der neuen Kasse nach vorn, reserviert freie Plätze mit Jacken und Taschen, kommt „gleich“, telefoniert laut genug für den ganzen Zug und ist grundsätzlich nur „mal kurz“ im Weg. Rücksicht ist eine schöne Sache, solange sie nichts kostet. Keine Zeit, keinen Komfort und schon gar nicht den eigenen Vorteil.
Genau darum geht es in „Sorry, Deutschland – immer die anderen“. Das Buch nimmt jene kleinen Alltagssituationen auseinander, die fast jeder kennt und bei denen man sich regelmäßig fragt, ob man gerade besonders empfindlich ist oder die anderen tatsächlich immer bekloppter werden.
Zurück ist die Runde aus dem Café 47:
- Martin, der alles richtig machen möchte und dabei erstaunlich überzeugend erklärt, warum für ihn gerade eine Ausnahme gelten sollte.
- Hartmut, der Regeln liebt, solange sie das Zusammenleben vereinfachen und ihn nicht unnötig behindern.
- Roman, der selbst schlechte Manieren noch verzeiht, wenn sie wenigstens mit etwas Stil vorgetragen werden.
- Fränzi, die gesellschaftliche Probleme messerscharf erkennt und gelegentlich übersieht, wenn sie selbst mittendrin steckt.
- Konstantin, der Widersprüche mit wenigen Sätzen zerlegt, dabei aber auch nicht frei von eigener Überheblichkeit ist.
- Joe, der beobachtet, mitschreibt und lange glaubt, außerhalb des ganzen Irrsinns zu stehen.
Und dann ist da noch Ines, die im Café 47 täglich erlebt, was Menschen unter Rücksicht, Service und „nur ganz kurz“ verstehen.
Vom nicht erwiderten „Guten Morgen“ über den Kampf um die neu geöffnete Supermarktkasse bis zum reservierten Stuhl, auf dem seit einer halben Stunde nur eine Jacke sitzt: Die Geschichten beginnen dort, wo der ganz normale Alltag plötzlich zeigt, wie schnell aus Bequemlichkeit Selbstgerechtigkeit wird.
„Sorry, Deutschland – immer die anderen“ ist kein Benimmratgeber und keine Anleitung für bessere Menschen. Es ist eine bissige Gesellschaftssatire über unsere erstaunliche Fähigkeit, Rücksichtslosigkeit sofort zu erkennen, sobald jemand anderes sie begeht.
Denn natürlich nerven uns Menschen, die zu spät kommen, sich vordrängeln, Plätze blockieren, laut telefonieren, ungefragt ihre Meinung verbreiten oder Verantwortung abschieben.
Nur wenn wir selbst es tun, gibt es meistens einen sehr guten Grund.
Dieses Buch ist für alle, die solche Situationen kennen, darüber lachen können und mutig genug sind, beim Lesen nicht ausschließlich an Nachbarn, Kollegen und völlig fremde Idioten zu denken.
Jetzt bestellen und herausfinden, warum Anstand meistens genau dort endet, wo der eigene Vorteil beginnt.
- Format: Taschenbuch 12,5 x 19 Zentimeter
- Seiten: 313
- Autor: Franc Apel